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21 Oktober, 2026Andreas Kossert liest am Donnerstag, 19.11.2026, 18:00 Uhr im Vortragsraum der Bibliothek (2.OG) aus seinem neuen Werk Elsas Welt: Auf den Spuren meiner Großmutter. Eine Familiengeschichte aus Lodz (Siedler Verlag 2026)
Am 19. November 2026 liest Andreas Kossert in der Martin-Opitz-Bibliothek aus seinem neuen Werk Elsas Welt: Auf den Spuren meiner Großmutter. Eine Familiengeschichte aus Lodz, das 2026 erschienen ist.
In seinem bislang persönlichsten Buch folgt Historiker und Bestsellerautor Andreas Kossert den Spuren seiner Großmutter Elsa ins polnische Lodz – in eine Stadt, die für seine deutschen Vorfahren einst das „Gelobte Land“ war. Kossert erzählt die Geschichte seiner Familie vom Aufbruch der Kolonisten im 18. Jahrhundert über den rasanten Aufstieg zur Textilmetropole bis zu Elsas Alltag unter deutscher Besatzung im Zweiten Weltkrieg in erdrückender Nähe von Terror und Vernichtung. Nach Kriegsende erlebte sie Vertreibung, Lagerhaft und am Ende den Verlust ihrer Heimat. Am Beispiel seiner Großmutter zeichnet er ein intimes Familienporträt, und wie nebenbei entsteht vor unseren Augen ein umfassendes Panorama der Geschichte Mitteleuropas, erzählt mit spürbarer Wucht und Sensibilität. Elsas Leben zwischen Hoffnung und Verlust jenseits nationaler Eindeutigkeiten steht beispielhaft für das große europäische Drama von Nationalismus und Krieg – und könnte damit kaum aktueller sein.
Andreas Kossert, geboren 1970, studierte Geschichte, Slawistik und Politik. Der promovierte Historiker arbeitete am Deutschen Historischen Institut in Warschau und lebt seit 2010 als Historiker und Autor in Berlin. Auf seine historischen Darstellungen Masurens (2001) und Ostpreußens (2005) erhielt er begeisterte Reaktionen. Zuletzt erschienen von ihm der Bestseller Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945 (2008), Ostpreußen. Geschichte einer historischen Landschaft (2014) sowie Flucht – Eine Menschheitsgeschichte (2020). Für seine Arbeit wurden ihm der Georg Dehio-Buchpreis 2008, der NDR Kultur Sachbuchpreis 2020 und der Preis für »Das politische Buch« 2021 der Friedrich-Ebert-Stiftung verliehen.
Die Lesung mit Andreas Kossert findet im Vortragsraum der Martin-Opitz-Bibliothek (2. OG) statt, der Eintritt ist kostenlos. Wir freuen uns auf ihr Kommen!


