Wolfgang Rothe: Zur Siedlungsgeschichte von Preußisch-Litthauen am Beispiel der Region des Kirchspiel Tollmingkehmen und Umgebung

16 MÄRZ 2017, 19:00 - 20:30

Wolfgang Rothe: Zur Siedlungsgeschichte von Preußisch-Litthauen am Beispiel der Region des Kirchspiel Tollmingkehmen und Umgebung

Nach dem 1995 erschienenen “Ortsatlas des Kirchspiels Tollmingkehmen“ ist Wolfgang Rothe, unterstützt von Daniela Wiemer, der er selbst „eine Co-Autorin-Funktion“ beimisst, mit der „Siedlungsgeschichte“ ein großer Wurf gelungen. Sprachlich gut verständlich, präzise in den Schilderungen und zuverlässig, was die Quellen angeht, behandelt er neun Jahrhunderte in allen Facetten, die für das ausgewählte Gebiet von Bedeutung sind. Dabei wird das, was lokal wichtig ist, immer in die Gesamtgeschichte eingeordnet. So ist dieses auf einen bestimmten ländlichen Raum bezogene Werk zugleich ein Geschichtsbuch. Das macht es auch für solche Leser interessant, die nicht Zeitzeugen von Flucht und Vertreibung sind, sondern Interesse an einem Teil Deutschlands haben, der verloren ist und an den die Erinnerung immer mehr verblasst.

Der Referent Dr. Wolfgang Rothe publiziert seit 25 Jahren über die Besiedlung des östlichen Ostpreußen (Preußisch Litthauen) in Schrift und Wort, in Filmen und Ausstellungen, ferner über Trakehnen und seine Pferdezucht, über die Rominter Heide und die Jagd. Er hat dabei und dafür (fast) alle einschlägigen Archivalien recherchiert, um sie in den siedlungs-geschichtlichen Dokumentationen des Kreises Goldap, über Trakehnen und Budwethen/Altenkirch zu verarbeiten. Für seine Arbeiten wurde Dr. Rothe im In- und Ausland ausgezeichnet.

Das vorzustellende Buch befindet sich im Bestand der MOB.

Die Martin-Opitz-Bibliothek wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

Die Stadt Herne trägt ca. ein Drittel des Finanzbedarfs; der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt die MOB mit einem jährlichen Zuschuss.