Vortrag von Herbert Naumann: ,,Orte und Räume Deutscher Verbrechen’’

20 JÄN 2017, 16:00 - 18:00

Vortrag von Herbert Naumann: ,,Orte und Räume Deutscher Verbrechen’’

Herbert Naumann zeigt seine ,,Annäherung‘‘ an das Konzentrationslager Buchenwald. Der an der deutschen Geschichte interessierte Fotograf stellt auf eine künstlerische Art und Weise seine Konfrontation mit den Außenlagern des Konzentrationslagers Buchenwald vor.
Die Fotografien von Landschaften, öffentlichen Plätzen und Wohnsiedlungen dokumentieren Orte, die zu Schauplätzen nationalsozialistischer Verbrechen während des 2. Weltkrieges wurden. Sie versprechen nicht, eindeutige Indizien für das Geschehene zu liefern. Sie sind sprachlose und auf den ersten Blick ,,unspektakuläre‘‘ Bilder mit einer verborgenen Geschichte. Das Zusammenspiel von Bildern und dem geschichtlichen Kontext lässt jedoch in diesen Fotografien die Spuren der harmlosen Vergangenheit wiedererkennen, verleihen den Orten auch zugleich eine ,,Identität‘‘ und stellen einen Aktualitätsbezug her – diese Orte sind nicht mehr nur ,,erzählte Geschichte(n)‘‘, sondern konkret an die Realität und ,greifbare‘ Vergangenheit gebunden.
Herbert Naumann hat 2012 - 2013 nach den Spuren der KZ Außenlager gesucht und von den 186 Bildern seines Buches 31 Fotografien von 18 verschiedenen Orten - den ,,Schauplätzen der Verbrechen‘‘ - für seinen Lichtbildvortrag ausgewählt. Mit dem Lichtbild-Vortrag möchte Naumann den Besuchern ergänzend zur Ausstellung seinen Weg durch diese „Schauplätze" und seine Spurensuche zeigen sowie von seinen Beweggründen für die Erstellung der Aufnahmen und Erlebnissen während der Arbeit erzählen.

In Kooperation mit der VHS Herne und dem Stadtarchiv Herne

Vortrag: 20.01.2017, 16 Uhr im Kulturzentrum Herne, Raum 064

Ausstellung: Freitag, 20.01. - Freitag, 17.03.2017
VHS und Stadtarchiv im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
Öffnungszeiten:
montags - freitags: 08.30 - 19.00 Uhr, samstags: 08.30 - 19.00 Uhr
Martin-Opitz-Bibliothek, Berliner Platz 5
montags - donnerstags: 10.00 - 18.00 Uhr

Die Martin-Opitz-Bibliothek wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

Die Stadt Herne trägt ca. ein Drittel des Finanzbedarfs; der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt die MOB mit einem jährlichen Zuschuss.