Dr. Wolfgang Kessler: zwei Bücher über Ostgalizien und die Galiziendeutschen im 20. Jahrhundert

07 MÄRZ 2017, 17:00 - 18:00

Dr. Wolfgang Kessler: zwei Bücher über Ostgalizien und die Galiziendeutschen im 20. Jahrhundert

Der Verein der Freunde der MOB hat Ende 2016 zwei Bücher für die Martin-Opitz-Bibliothek herausgegeben:
Hans Koch: Erzählte Erinnerungen an die Weltkriege in der Ukraine. Mit einem Anhang: Erasmus Zöckler: Erinnerungen an meinen Patenonkel Hans Koch (€ 14,90). In Erzählform schildert der renommierte Kirchen- und Osteuropahistoriker (1894-1959) hat im Ersten Weltkrieg auf österreichischer
Seite, in den Nachkriegskämpfen auf ukrainischer Seite gekämpft, im Zweiten Weltkrieg hat er sich - vergeblich - für die ukrainische Seite eingesetzt. In seinen literarisch gelungenen Erzählungen gelingtes ihm, wesentliche Probleme beider Kriegszeiten aufzuzeigen.
Erich Müller: Zwei Umbrüche in der Geschichte der Galiziendeutschen im 20. Jahrhundert(€ 16,00), beschreibt die Erfahrungen dieser deutschen Siedlungsgruppe im Ersten Weltkrieg (mit „Russeneinfall", Deportationen und Verschleppungen) sowie das Erlebnis der Zwangsumsiedlung 1939/40 in den Warthegau.
Referent: Dr. Wolfgang Kessler, Studium der Osteuropäischen Geschichte und der Slavistik, Magisterprüfung 1973 an der Ruhr-Universität Bochum, Promotion 1978 an der Universität Düsseldorf, 1976-1979 Bibliothekar der Bücherei des deutschen Ostens (Herne), 1973/74 und 1979-89 wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Hochschulassistent an den Universitäten Köln, Düsseldorf und Marburg, 1989-2011 Direktor der Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek (Herne), wohnt in Viersen.

Die Martin-Opitz-Bibliothek wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Die Stadt Herne trägt ca. ein Drittel des Finanzbedarfs; der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt die MOB mit einem jährlichen Zuschuss.