Alida Bremer und Jan Cornelius: Der Osten im Westen. Olivenhaine in Münster und Dracula am Rhein

08 JUNI 2017, 19:00 - 20:30

Alida Bremer und Jan Cornelius: Der Osten im Westen. Olivenhaine in Münster und Dracula am Rhein

In Kooperation mit der VHS Herne

Die beiden waren früher Nachbarn im Osten - Alida Bremer lebte in Kroatien, Jan Cornelius in Rumänien - und heute sind sie immer noch Nachbarn: Sie lebt in Westfalen (Münster) und er im Rheinland (Düsseldorf). Mit Insiderwissen, viel Witz und Esprit unternehmen die beiden eine gemeinsame literarische Reise zwischen Ost und West, Gestern und Heute. Eine abwechslungsreiche Lesung und ein spannend-skurriler Dialog über Identitätssuche und Vorurteile, in der so verrückte Dinge vorkommen, wie hyperaktive Eltern und besorgte Kinder, traditionsbewusste Amateurköche, sinnliche Frauen und sprechende Kängurus, ehrliche Diebe und verblüffte Dolmetscher, Literaturübersetzer, Olivenbäume und Graf Dracula. Dass man über die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, über Widerstand, Vertreibung und Tod sowie über Diktatur und Flucht schreiben kann, ohne dabei die kleinen Freuden des Alltags und die Lebenslust zu vergessen, wird in dieser Doppellesung auf bewegende und doch unterhaltsame Art deutlich.

Alida Bremer:

Geboren 1959 in Split/Kroatien, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Romanistik, Slavistik und Germanistik in Belgrad, Rom, Saarbrücken und Münster. Nach ihrer Promotion arbeitete sie viele Jahre lang als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lektorin an den Universitäten in Münster und Gießen. Für die Arbeit am Roman „Olivas Garten“ erhielt sie das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung. Alida Bremer ist Herausgeberin mehrerer deutschsprachiger Anthologien kroatischer Literatur und Übersetzerin zahlreicher Werke aus dem Kroatischen ins Deutsche, u.a. von Delimir Rešicki, Zvonko Maković, Ivana Sajko, Renato Baretić, Marko Pogačar, Roman Simić, Damir Karakaš und Edo Popović. Sie ist Mitglied des VdÜ und des kroatischen PEN Zentrums. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Münster. www.alida-bremer.de

Jan Cornelius:

Geboren 1950 im rumänischen Banat, flüchtete 1977 vor Ceausescus Diktatur in den Westen. Er studierte Anglistik und Romanistik in Temeswar, Düsseldorf und Stirling/Schottland, spricht fließend fünf Sprachen und arbeitete auch als Lehrer. Er lebt als freier Schriftsteller in Düsseldorf. Er veröffentlichte zahlreiche Satire- und Kinderbücher (u.a. „Heilige und Scheinheilige", Ludwigsburg 2006; „Über Google, Gott und die Welt“, Ludwigsburg 2011; „Jedes Gnu hat ein Tatoo“, Berlin 2013). Cornelius ist auch Literaturübersetzer aus dem Rumänischen und Französischen. Seine Kolumnen im Osteuropamagazin beim WDR erfreuen sich großer Beliebtheit. Sein Ost-West-Roman „Narrenstück oder Das Wundern des Dolmetschers beim Betrachten der Welt“, der in Rumänien und Deutschland spielt, wurde von der Berliner Zeitung „der aberwitzigste Roman des Frühjahrs 2013“ genannt. www.jancornelius.de

Die Martin-Opitz-Bibliothek wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

Die Stadt Herne trägt ca. ein Drittel des Finanzbedarfs; der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt die MOB mit einem jährlichen Zuschuss.