Die Anna Elisabeth Balde-Stiftung – Brückenbauer zwischen Deutschland und Polen

Am 17. Juni 1991 unterzeichneten Deutschland und Polen einen Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit – ein Meilenstein der Versöhnung.

Und ungeachtet aktueller Irritationen im bilateralen Verhältnis dürfen die Bemühungen, gegenseitige Vorurteile ab-und das Verständnis füreinander aufzubauen nicht nachlassen.
Deshalb hat der verstorbene Arzt Heinrich Balde (Zwingenberg) 2001 die Anna Elisabeth Balde-Stiftung als rechtsfähige Körperschaft gegründet, die nachhaltig „die Völkerverständigung zwischen Deutschen und Polen insbesondere in Wissenschaft und Forschung“ unterstützen soll. Weiterhin wird die in Deutschland einzigartige Spezialbibliothek zur deutschen Kultur und Geschichte im östlichen Europa – die Martin Opitz-Bibliothek in Herne – unterstützt.

Vorstand (Stand September 2016):
• Harald Schäfer (Gersfeld)
• Vera Berdi (Baunatal)
• Herbert Köller (Stadtallendorf)

Verschiedene polnische und deutsche wissenschaftliche Einrichtungen konnten mit gezielten Buchgeschenken in ihrer Arbeit unterstützt werden. Aber auch einzelne polnische Historikerinnen und Historiker erhielten für ihre Arbeit gezielt antiquarische Titel. Ein Forschungsvorhaben über die „Posener Neuesten Nachrichten“ und über deren in Fulda geborenen Herausgeber, Georg Wagner, konnte unterstützt werden.

Auch hat die Stiftung die noch andauernde Erschließung des „Galiziendeutschen Archivs“, das die Opitz-Bibliothek in ihren Bestand übernommen hat, finanziell unterstützt.

Gemäß § 80 des Bürgerlichen Gesetzbuches in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes zur Modernisierung des Stiftungsrechts vom 15. Juli 2002 (BGBl. I S. 2634 ff.) und § 3 des Hessischen Stiftungsgesetzes vom 4. April 1966 (GVBl. I S. 77) in der derzeitig gültigen Fassung wurde die mit Stiftungsgeschäft vom 26. März 2010 errichtete „Anna Elisabeth Balde-Stiftung“ mit Sitz in Kassel mit Stiftungsurkunde vom 19. August 2010 als rechtsfähig anerkannt durch das Regierungspräsidium Kassel (AZ: 15.1 – 25 d 04/11 – 1.92).

Das Finanzamt Kassel hat die Stiftung als gemeinnützige Körperschaft anerkannt.

Kontakt : Harald Schäfer, Amelungstraße 22, 36129 Gersfeld (baldestiftung@web.de)



Die Martin-Opitz-Bibliothek wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

Die Stadt Herne trägt ca. ein Drittel des Finanzbedarfs; der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt die MOB mit einem jährlichen Zuschuss.