Ausstellung von Herbert Naumann: Orte und Räume Deutscher Verbrechen gegen die Menschheit. Die Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald.

20/01/2017, 16:00 - 17/03/2017, 18:00

Ausstellung von Herbert Naumann: Orte und Räume Deutscher Verbrechen gegen die Menschheit. Die Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald.

Das Konzentrationslager Buchenwald verwaltete 136 sog. Außenkommandos. Lager, in denen tausende Frauen und Männer gefangen gehalten und zur Arbeitgezwungen wurden. Bei den Standorten dieser Lager handelt es sich sowohl in der Geschichtsschreibung als auch in der Erinnerung, um im Wesentlichen vergessene Orte. Der Fotograf Herbert Naumann hat nach über zweijähriger Recherche in den Jahren 2012 und 2013 nach den Spuren dieser Außenlager gesucht und die Orte und Räume, in denen sich die ehemaligen Lager befanden, fotografiert. Die vordergründig dokumentarisch wirkende Fotografie zeigt Orte, die Schauplätze deutscher Verbrechen waren. Die fotografischen Ansichten von Landschaften,
Brachen, Grünanlagen, öffentlichen Plätzen, Wohnsiedlungen, Kleingärten etc. liefern zunächst keine oder kaum noch Indizien für das, was hier vor über 70 Jahren geschehen ist. Es sind stille und unspektakuläre Bilder mit indirekten Hinweisen. Erst der sie begleitende Text stellt den Zusammenhang zwischen Geschehenem und Ort her, lässt in den Bildern die Spuren erkennen, gibt dem Ort seine Identität und nimmt ihm seine Harmlosigkeit. Mit diesen Fotografien erhalten die Geschehnisse eine erneute Aktualität. Sie bleiben nicht mehr nur als erzählte Geschichte(n) theoretisch, sondern werden wieder mit dem konkreten, dem wieder erkennbaren, dem realen Ort verbunden. Damit die historischen bzw. Aufnahmestandorte künftig leichter zu finden sind, hat Herbert Naumann alle Bilder bzw. Orte der ehemaligen Außenlager mit den Aufnahmekoordinaten und der geografischen Aufnahmerichtung versehen. Die 55 Aufnahmen der Ausstellung zeigen Standorte ehemaliger KZ Außenlager in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Bayern.

Die Ausstellung wird in der Zeit vom 20. Januar - 17. März 2017 zu sehen sein. An gleich drei Standorten in unmittelbarer Nachbarschaft, im Kulturzentrum, d.h. im Foyer der VHS, im Stadtarchiv und in der Martin-Opitz- Bibliothek.

Freitag, 20.01. - Freitag, 17.03.2017
VHS und Stadtarchiv im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
Öffnungszeiten:
montags - freitags: 08.30 - 19.00 Uhr, samstags: 08.30 - 19.00 Uhr
Martin-Opitz-Bibliothek, Berliner Platz 5
montags - donnerstags: 10.00 - 18.00 Uhr


Die Martin-Opitz-Bibliothek wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

Die Stadt Herne trägt ca. ein Drittel des Finanzbedarfs; der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt die MOB mit einem jährlichen Zuschuss.