Ausgewählte Quellen und Materialien zur schlesischen Kulturgeschichte

13/06/2018, 00:00 - 31/07/2018, 00:00

Ausgewählte Quellen und Materialien zur schlesischen Kulturgeschichte

Im Rahmen des deutschen akademischen Förderprogramms 2015 - 2017 „Wandel – Brüche – Kontinuitäten“ wurde das Typoskript Ausgewählte Quellen und Materialien zur schlesischen Kulturgeschichte im Juni 2018 von Urszula Bonter, Mirosława Czarnecka und Marek Hałub aus dem Germanistischen Institut an der Universität Wrocław fertiggestellt. Die zur Veröffentlichung vorgesehene Edition wurde in Kooperation mit dem Institut für Slavistik der Universität Leipzig unter der Leitung von Danuta Rytel-Schwarz erarbeitet. Das über 600 Seiten zählende Opus bietet 180 Texte zur schlesischen Kulturgeschichte von ihren Anfängen bis ins 21. Jahrhundert. Primäres Ziel war die Zusammenstellung einer Arbeitsgrundlage für Studenten und Schüler; zu den Hauptadressaten gehört selbstverständlich auch das breitere schlesieninteressierte Publikum vor allem in Deutschland, Polen und Tschechen. Das Projekt wurde aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.
Das gesammelte Originalmaterial folgt meist in Auszügen den angegebenen Quellen. Die ausgewählten heterogenen Textsorten werden in der für die schlesische Kulturgeschichte typischen Sprachenvielfalt angeführt: auf Deutsch, Polnisch und Tschechisch. Lateinisch verfasste Quellen sind in ihrer Originalsprache belassen. Um dem Leser das Navigieren in der faszinierenden, von mehreren Nationen und Traditionen geprägten schlesischen Kulturgeschichte zu erleichtern, begleiten jeden Quellentext konzise Einführungen, die sich auf Basis-Informationen konzentrieren und die dargebotenen Quellentexte knapp kontextualisieren. Zu demselben Zweck wurden alle Begleittexte und ebenso die Einführung zum Band in deutscher, polnischer und tschechischer Sprache erarbeitet: also in den drei ,Amtssprachenʻ der gegenwärtigen Schlesienforschung. Die Anthologie schließt mit einer Auswahlbibliographie ab, die anhand der neuesten Forschungsliteratur nach 2000 einen Ausgangspunkt für die vertiefende Auseinandersetzung mit der schlesischen Kulturgeschichte bildet.
Die Edition versteht sich als ,work in progressʻ, als ein Langzeitprojekt, das mit seinem offenen Charakter mehrere Anschlussmöglichkeiten bietet. Möge es nicht nur Neugier wecken, sondern auch zur weiterreichenden Aufarbeitung und Ergänzung der Kenntnisse zur schlesischen Kulturgeschichte anregen.

Die Martin-Opitz-Bibliothek wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Die Stadt Herne trägt ca. ein Drittel des Finanzbedarfs; der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt die MOB mit einem jährlichen Zuschuss.